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Entwicklung der Milchleistungsprüfung im Prüfjahr 2010

Die Milchleistungsprüfung (MLP) hat in der zweiten Hälfte des Prüfjahres 2010 einen so nicht erwarteten Verlauf genommen. Während die Leistung in den Wintermonaten auf dem Niveau des Vorjahres und z. T. sogar geringfügig darunter lag, ist seit dem Frühjahr ein deutlicher Leistungsanstieg festzustellen (Tab. 1). Angesichts der frühsommerlichen Trockenheit und der Hitzewelle kam dieser Leistungsanstieg überraschend. Er drückt sich auch in einem Anstieg der durchschnittlichen Jahresleistung in Tabelle 2 aus.

 Leistungen am Prüftag

In der Tabelle 1 sind die Durchschnittsleistungen in den einzelnen Monaten des abgelaufenen Prüfjahres aufgeführt. In den Wintermonaten waren ein leichter Rückgang der Milchleistungsprüfung und ein Anstieg des Milchfettgehaltes festzustellen. Mit dem Weideaustrieb stieg die Milchleistung der Kühe im Vergleich zum Vorjahr an, während der Fettgehalt sich verringerte. Der Milchharnstoffgehalt lag im Winter und Frühjahr immer unter dem Vorjahresniveau und deutet auf einen durch die niedrigen Milchpreise bedingten restriktiven Kraftfuttereinsatz hin.

Die Auswirkungen der frühsommerlichen Hitzewelle sind beim Milchzellgehalt spürbar geworden. Seit dem Juni wird das Niveau des Vorjahres deutlich überschritten. Eine ähnliche Entwicklung war in dem extrem heißen Sommer 2006 festzustellen. Das damals eingetretene erhöhte Niveau beim Milchzellgehalt hat sich seitdem nicht wieder verringert.

 

Tabelle 1: Leistungsergebnisse am Prüftag nach Monaten

Monat

Milch

Fett

Eiweiß

Harnstoff

Zellzahl

 

kg

± Vj.

%

± Vj.

%

± Vj.

mg/kg

± Vj.

(1.000)

± Vj.

Oktober 2009

24,6

±0,0

4,33

+0,06

3,50

+0,03

209

- 9

245

- 5

November

25,0

- 0,1

4,34

+0,06

3,48

- 0,01

208

-11

251

- 8

Dezember

25,7

- 0,2

4,33

+0,05

3,46

- 0,02

211

-14

256

+ 3

Januar 2010

26,0

- 0,3

4,36

+0,07

3,46

±0,00

213

- 9

249

- 4

Februar

26,2

- 0,3

4,34

+0,05

3,45

±0,00

210

-14

253

- 1

März

26,4

±0,0

4,29

+0,01

3,41

- 0,02

211

-13

253

- 2

April

26,6

+0,2

4,22

±0,00

3,37

- 0,03

219

-15

261

- 1

Mai

26,8

+0,5

4,19

+0,06

3,37

- 0,01

224

-17

261

- 3

Juni

26,6

+0,8

4,07

- 0,01

3,34

- 0,04

235

- 9

271

+ 9

Juli

--

--

--

--

--

--

--

--

--

--

August

25,8

+1,0

4,04

- 0,02

3,36

±0,00

243

+ 5

300

+18

September

25,4

+0,7

4,16

- 0,09

3,43

+0,02

247

+14

278

+19

 

 Die Jahresleistung steigt wieder

Aus dem Anstieg der Tagesleistungen ergibt sich eine Verbesserung der Durchschnittsleistung je Kuh um 124 kg Milch auf 8.312 kg Milch, 4,23 % und 352 kg Fett sowie 3,43 % und 285 kg Eiweiß (Tab. 2). Nach vier Jahren mit weitgehend konstanten Leistungen ist erstmals wieder eine spürbare Steigerung festzustellen. Die einzelnen Rassen sind davon annähernd gleichmäßig betroffen.

 

Tabelle 2: Leistung im Prüfjahr 2010 und der Vergleich zum Vorjahr (A+B-Kühe)

Rasse

Kuh-

Milch

Fett

Eiweiß

 

zahl

kg

%

kg

%

kg

Angler

11.008

7.856

4,75

373

3,63

285

 

-0,2 %

+97

+0,01

+5

±0,00

+3

Rotbunte DN

36.553

6.915

4,34

300

3,47

240

 

-5,0 %

+84

+0,04

+6

±0,00

+3

Rotbunte RH

52.860

8.090

4,26

345

3,44

278

 

-2,5 %

+88

+0,01

+5

-0,01

+2

Schwarzbunte

193.859

8.690

4,18

363

3,41

296

 

+0,3 %

+134

+0,02

+7

+0,01

+4

Jersey

125

6.838

6,17

422

4,14

283

 

+8,7 %

+116

+0,04

+10

+0,03

+7

Sonstige

7.410

7.615

4,29

327

3,45

263

 

+37,9 %

+164

±0,00

+7

-0,01

+5

LKV

301.815

8.312

4,23

352

3,43

285

 

-0,3 %

+124

+0,02

+7

±0,00

+4

Von den hauptsächlich in Schleswig-Holstein gehaltenen Rassen weisen die Schwarzbunten einen Anstieg der Kuhzahl um 0,3 % auf, während der Umfang bei den Anglern und Rotbunten rückläufig ist. Insgesamt verringerte sich die Durchschnittskuhzahl dadurch um 0,3 %. Auch die Entwicklung der Kuhzahl verlief in den beiden Jahreshälften unterschiedlich. Sie lag bis zum Juni noch unter dem Vorjahresstand. Danach setzte eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu dem entsprechenden Vorjahresmonat ein. Zu Beginn des Prüfjahres 2011 wurden 306.369 Kühe geprüft und damit der entsprechende Vorjahresstand um 1,6 % überschritten.

 

Regional unterschiedliche Entwicklungen

Abweichend vom Trend der rückläufigen Durchschnitts-Kuhzahl im Prüfjahr 2010 ist in den Kreisen Rendsburg-Eckernförde, Steinburg, Plön und Pinneberg ein Anstieg festzustellen (Tab. 3). Der Leistungsanstieg war in den Kreisen Pinneberg, Steinburg und Segeberg am stärksten, wenn man Hamburg wegen der geringen Kuhzahl und besonderer Verhältnisse bei der Betrachtung außen vor lässt. Die höchste Leistung erzielen seit vielen Jahren die Kühe im Kreis Ostholstein. Sie erbrachten im abgelaufenen Prüfjahr durchschnittlich 677 kg Fett+Eiweiß und lagen damit deutlich vor den Kühen im Kreis Plön, die 660 kg Fett+Eiweiß gaben. Ausführliche Informationen zur Leistung sind den Tabellen auf Seite xx zu entnehmen.

Die durchschnittliche Herdengröße hat sich in den LKV-Betrieben innerhalb eines Jahres um 5,1 Kühe auf 81,7 Kühe/Betrieb erhöht. Die größten Herden stehen im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Dort werden durchschnittlich 92,5 Kühe gehalten, 7,4 Kühe/Bestand mehr als vor einem Jahr. Ein ähnlich großer Anstieg ist im Kreis Pinneberg festzustellen. Die weit überdurchschnittliche Vergrößerung der Herden in diesen beiden Kreisen ist u. a. auch auf die Zusammenlegung von Großherden zurückzuführen.

Als Ergebnis des Prüfjahres 2010 lässt sich feststellen, das die MLP in der zweiten Jahreshälfte sowohl hinsichtlich des Umfangs als auch bei der Leistung eine nicht erwartete positive Entwicklung genommen. Der Anstieg des Milchpreises seit dem Frühjahr hat sicherlich zu dieser kurzfristigen Trendwende beigetragen.

 

Tabelle 3: Umfang der MLP, Leistung und Herdengröße 2010

im Vergleich zu 2009 nach Kreisen

Kreis

Ø-Kuhzahl (A+B)

Fett+Eiweiß-kg

Kühe/Betrieb (1.10.)

 

2010

% 1)

2010

Diff. z. 2009

2010

Diff. z. 2009

Dithmarschen

27.957

+0,0

610

+10

91,1

+ 4,9

Nordfriesland

52.898

- 0,9

645

+ 5

79,6

+ 5,3

Schleswig-Flensburg

57.982

- 0,2

655

+ 8

85,0

+ 4,7

Rendsburg-Eckernförde

55.905

+1,6

625

+12

92,5

+ 7,4

Steinburg

34.976

+1,0

604

+15

77,3

+ 3,8

Plön

14.717

+0,6

660

+13

82,8

+ 4,6

Ostholstein

7.338

- 4,0

677

+11

62,4

+ 2,7

Segeberg

20.401

- 4,2

639

+14

70,9

+ 3,4

Pinneberg

12.808

+0,1

640

+16

85,9

+ 7,6

Stormarn

8.211

- 1,8

655

+ 6

72,9

+ 3,9

Lauenburg

7.625

- 1,7

654

+10

59,7

+ 4,8

Hamburg

997

- 3,4

675

+44

62,4

-11,2

gesamt

301.815

- 0,3

637

+11

81,7

+ 5,1

1) Differenz zu 2009 in Prozent

 

 

Kreiskontrollvereinsversammlungen 2011

 

Kreisverein

Tag

Datum

Uhrzeit

Versammlungsort

Thema

Pinneberg

Donnerstag

06.01.2011

19:30 Uhr

Elmshorn, Gaststätte Sibirien

1

Plön

Montag

10.01.2011

19:30 Uhr

Rathjensdorf, Dörpskrog Lindemann

2

Flensburg

Dienstag

11.01.2011

19:30 Uhr

Bilschau, Gaststätte Thomsen

3

Eckernförde

Montag

17.01.2011

19:30 Uhr

Gettorf, Hotel Stadt Hamburg

4

Schleswig

Dienstag

18.01.2011

19:30 Uhr

Lürschau, Hotel Ruhekrug

5

Steinburg

Donnerstag

20.01.2011

19:30 Uhr

Heiligenstedten, Gaststätte

Zur Erholung

1

Nordfriesland

Montag

24.01.2011

19:30 Uhr

Horstedt, Carstens Gasthof

11

Dithmarschen

Dienstag

25.01.2011

19:30 Uhr

Meldorf, Gaststätte Erheiterung

6

Stormarn

Mittwoch

26.01.2011

19:30 Uhr

Rethwisch, Gaststätte Mäcki

7

Lauenburg

Donnerstag

27.01.2011

19:30 Uhr

Breitenfelde, Gothmann?s Hotel

5

Rendsburg

Mittwoch

02.02.2011

19:30 Uhr

Legan, Gaststätte Margarethenmühle

8

Segeberg

Donnerstag

03.02.2011

19:30 Uhr

Leezen, Hotel Teegen

10

Hamburg

Freitag

04.02.2011

10:00 Uhr

HH-Tatenberg, Fährhaus Tatenberg

9

Ostholstein

Dienstag

08.02.2011

19:30 Uhr

Gosdorf, Bruhn?s Gasthof

3

 

Thema

Referent

1

?Neue Aspekte der praktischen Rationsgestaltung für Kühe, Färsen und Bullen?

? Eine praktische Demonstration mit dem Fütterungsprogramm ProFeed Rind

Prof. Dr. Hans-Joachim Laue

Fachhochschule Kiel, Fachbereich Agrarwirtschaft

2

?Abwehrstarke Kälber?

? Grundlage für eine erfolgreiche Milchviehhaltung

Dr. Hans-Jürgen Kunz

Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein

3

?Die Klauen tragen die Milch?

Dr. Peter-Nahne Jens, Koldenbüttel

(praktizierender Tierarzt)

4

?MLP-Daten nicht genutzt ? Geld für die Milchkontrolle umsonst ausgegeben??

- Was lässt sich aus den Milchkontrolldaten alles herausholen?

Dr. Katrin Mahlkow

Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein

5

?Rückzug oder Durchstarten??

Dr. Klaus Drescher

Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein

Abteilung Beratung

6

?Arbeitsfalle Milchviehbetrieb?

(Ausweg/Lösungen)

Dipl.-Ing. Johannes Thomsen

Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein

7

?Risikovorsorge ? was ist zu tun??

- Der Betriebleiter fällt aus oder es ist ein Notfall im Betrieb

Dipl.-Ing. Johannes Thomsen

Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein

8

?Machen 400 Kühe glücklich??

Dr. Klaus Drescher

Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein

Abteilung Beratung

9

?Wachstum in Milchviehbetrieben ? worauf kommt es an??

Dr. Karl-Heinz Deerberg

Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein

10

?Quo vadis Agrarpolitik? Wohin steuert die EU-Agrarpolitik nach 2013?

Prof. Dr. Vladimir Dolenc

Fachhochschule Kiel, Fachbereich Agrarwirtschaft

11

?Wachstum in Milchviehbetrieben ?

worauf kommt es für den landwirtschaftlichen Unternehmer an??

LD Ernst-Walter Meyer

Berufliche Schulen Bad Segeberg

Abteilung Landwirtschaft

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