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Mit dem LactoCorder Fehler in der Melkroutine aufdecken

LC Abbildung1Abbildung1: Optimal Milchflusskurve
LC Abbildung2Abbildung2: Milchflusskurve mit Bimodalität weist auf mangelnde Stimulation hin
 
Viele Milcherzeuger kennen es: Die Kühe kommen ungern in den Melkstand, sind beim Melken sehr unruhig oder treten sogar oft das Melkgeschirr ab. Verschiedene Ursachen können Auslöser dafür sein, die jedoch oft nicht vom Melker allein festgestellt werden können. Auch bei der Analyse von Zellzahlproblemen stellt das Melken einen der wichtigsten Parameter dar. Denn die Art und Weise der Melkarbeit hat einen direkten Einfluss auf die Eutergesundheit der Herde. Jeder Melker weiß, dass effektives euterschonendes Melken nur mit einer optimalen Stimulation der Kühe möglich ist. Aber wie erkennt man nun, ob die Kuh richtig stimuliert wurde? Außerdem sollte das Melkzeug nicht länger als unbedingt nötig am Euter bleiben. Zum einen, um das Eutergewebe nicht zu sehr zu belasten, zum anderen um wertvolle Arbeitszeit zu sparen. Aber woher weiß man, ob die Abnahme des Melkzeugs nicht doch etwas zu spät erfolgt? Ohne zusätzliche Hilfsmittel lassen sich diese wichtigen Punkte des täglichen Melkgeschehens nicht überprüfen, aber der LactoCorder kann hierbei helfen. Der LactoCorder ist ein tragbares elektronisches Milchmengenmessgerät, das vor allem für die Milchleistungsprüfung entwickelt wurde. Aber er kann mehr als nur die Milchmenge zu ermitteln und eine Probe zu ziehen.
Während des Melkens wird kontinuierlich der Milchfluss gemessen und daraus im Nachgang eine Grafik der Milchflusskurve jeder einzelnen Kuh erstellt. Generell bildet jede Kuh eine individuelle Milchflusskurve aus, die durch verschiedene Faktoren, wie Melkroutine oder Mastitis beeinflusst werden kann. Die ermittelten Milchflusskurven lassen somit Rückschlüsse auf die verrichtete Melkarbeit und teilweise auch auf Fehler in der Melkanlage zu. Es ist sogar möglich, unterschiedlicher Arbeitsroutinen unterschiedlicher Melker festzustellen. Zusätzlich werden tierspezifische Besonderheiten im Milchabgabeverhalten aufgedeckt. Im Idealfall ist die Milchflusskurve rechteckig, das heißt, es erfolgt ein schneller Anstieg des Milchflusses auf ein stabiles Niveau, das zum Ende des Melkvorganges schnell wieder abfällt (Abbildung 1). Abweichungen von dieser Idealform sind in der Regel auf Fehler in der Melkroutine zurück zu führen. So deutet z.B. ein hoher Anteil bimodaler Milchflusskurven (Abbildung 2) auf Mängel in der Vorbereitung und Stimulation der Kühe. Anhand der LactoCorder Kurven sieht man auch, dass sich dies nachteilig auf den gesamten Melkvorgang der betroffenen Kühe auswirkt und den gesamten Melkprozess unnötig verlängert. Dadurch kommt es zu zusätzlichen Belastungen des Eutergewebes, die sich nachteilig auf
die Eutergesundheit auswirken. Betriebe, die den LactoCorder routinemäßig für die MLP nutzen, erhalten einmal jährlich die Milchflusskurven ihrer Kühe zugeschickt. Werden weitere Kurven gewünscht, können diese gegen eine Gebühr von jeweils 15 € (zzgl. MwSt.) von weiteren MLP-Terminen angefordert werden. Aber auch in allen anderen Mitgliedsbetrieben kann unabhängig von der Milchkontrolle eine einmalige Messung mit dem LactoCorder im Rahmen einer Melkberatung Aufschluss über den Melkablauf bringen. Hierbei werden von allen Kühen die Milchflusskurven zu einer Melkzeit ermittelt und herdenspezifische Mittelwerte berechnet. In einem abschließenden Gespräch werden die Kurven und Ergebnisse besprochen und interpretiert. Betriebsindividuelle Einzelfälle und Besonderheiten können so berücksichtigt werden. Die Kosten für eine einmalige Messung mit dem LactoCorder betragen 104 € (zzgl. MwSt. und Anfahrt). Bei Fragen oder Interesse an einer Melkberatung mit dem LactoCorder wenden sie sich beim Landeskontrollverband an MSc. agr. Martina Thomsen, Telefon: 0152-56890300, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
 

M. Thomsen, LKV

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