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Aktueller Stand und Entwicklung der Milchleistungsprüfung

Die Entwicklung der Mitglieder- und Kuhzahlen verläuft auch weiterhin nicht parallel. Die über die Beitragsberechnung ermittelte Zahl der Mitglieder liegt mit aktuell 3.067 bereits 6 % unter der des Vergleichsmonats des Vorjahres. Der Strukturwandel und der damit verbundene Mitgliederschwund hat demnach deutlich an Fahrt zugelegt. Aber auch bei der Zahl der geprüften Kühe ist in den letzten Monaten ein deutlicher Rückgang mit zunehmender Tendenz festzustellen (Abbildung 1). Im August lag die Kuhzahl sogar erstmals unter der des Vorjahresmonat. Dieser Abfall der Kuhzahlen steht vermutlich im Zusammenhang mit den nicht kostendeckenden Milcherlösen. Doch trotz des Rückgangs in den letzten Monaten liegt die bisher im Kalenderjahr 2016 geprüfte Kuhzahl noch immer ca. 3.500 über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

 

Abbildung1


Die durchschnittlichen Tagesmilchleistungen lagen in den ersten fünf Monaten des aktuellen Prüfjahres 2016 geringfügig höher bzw. in etwa auf dem gleichen Niveau des Vorjahres. Für die letzten vier Monate ist jedoch ein mehr oder weniger deutlicher Abfall der täglichen Milchleistung erkennbar (siehe Abbildung 2). Auch hierfür kann eine Anpassung an den Milchpreis verantwortlich gemacht werden.

 

Bild2


Fett und Eiweiß sind immer noch die wertbestimmenden Inhaltsstoffe der Milch. Die Fettgehalte lagen in diesem Jahr bisher über dem Niveau der vorhergehenden beiden Prüfjahre, ohne aber die durchschnittlichen Fettgehalte von 2013 zu erreichen. Die Eiweißgehalte waren – insbesondere in den letzten Monaten – niedriger als in den Vorjahren. Überraschenderweise lagen die diesjährigen Harnstoffwerte dagegen durchweg höher als im Vorjahr (Abb. 3).

 

Bild3

 

Hier haben die Betriebe noch Verbesserungspotential, da einerseits Eiweißfuttermittel relativ teuer im Einkauf sind und andererseits eine vermeidbare Belastung der Düngebilanz erfolgt.
Die durchschnittlichen Zellgehalte sind - entgegen dem positiven Trend der letzten Jahre - nicht weiter gesunken, sondern lagen im laufenden Prüfjahr nahezu kontinuierlich leicht über dem Niveau des Vorjahres (Abb. 4).

 

Bild4

 

Eine Ursache könnte die leicht gestiegene Kuhzahl sein. In einigen Betrieben hat die Aufstockung zu einer deutlichen Überbelegung der Stallkapazitäten geführt, die sich nicht nur in einer schlechteren Milchleistung, sondern auch in einer schlechteren Eutergesundheit niederschlägt. Darüber sollte sich jeder Tierhalter bewusst sein.


Dr. Jörg Piepenburg, LKV

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