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Milchleistungsprüfung ...Fotocollage test                                            ... Sicherheit die Zukunft schafft!!!

Die Milchleistungsprüfung (MLP) ist weit mehr als nur die Messung der Milchmenge. Sie ist eine freiwillige sehr umfangreiche Prozesskontrolle und ein unverzichtbares Instrument für das Herdenmanagement. In Schleswig-Holstein nehmen zurzeit 3.192 Betriebe teil, die mehr als 85% aller schleswig-holsteinischen Milchkühe halten. Im Bundesdurchschnitt sind sogar 87 % aller Kühe diesem standardisierten Kontrollsystem angeschlossen und durchlaufen neben der Feststellung ihrer Leistungsparameter einen monatlichen Gesundheitscheck.
Regelmäßig, mindestens 11 mal im Jahr, wird von jeder laktierenden Kuh in den Mitgliedsbetrieben die Milchmenge gemessen und eine repräsentative Milchprobe entnommen. Die Milchproben werden im Zentralen Milchlabor des LKVs auf die Milchinhaltstoffe Fett, Eiweiß, Harnstoff, Laktose und die Zellzahl hin untersucht. Die Daten der MLP sind die Grundlage für ein effektives Herdenmanagement, für Fütterungs-, Zucht- und Wirtschaftlichkeitsberatung, für die Arbeit der Zuchtorganisationen aber auch für die wissenschaftliche Forschung.

Ergebnisse der Kontrolle

Der Landeskontrollverband Schleswig-Holstein e. V. stellt seinen Mitgliedern Auswertungen und Arbeitslisten mit vielfältigen Informationen über den Betrieb und die einzelnen Kühe in Form von verschiedenen Rückberichten (monatlich, halbjährlich, jährlich) zur Verfügung. Dieser wird nach der MLP erstellt, gedruckt und den Betrieben zugesendet. Die Ergebnisse der Milchleistungsprüfung, aber auch der Milchgüteprüfung (Meiereien) können zusätzlich aber auch auf elektronischem Weg mitgeteilt oder über unsere Herdenmanagementsoftware MLP-Online tagesaktuell im Internet eingesehen und für das Herdenmanagement genutzt werden. Durch die dazugehörige LKV-App MLP-Mobil stehen sie zudem direkt auf dem Tablet oder dem Smartphone zur Verfügung. Die Vorteile sind, dass im Vergleich zu einem betriebseigenen Programm geringere Kosten entstehen und dass die Daten jederzeit auf dem aktuellen Stand abgerufen werden können.
Darüber hinaus können die Ergebnisse der monatlichen Milchleistungsprüfung in Form einer vom LKV erstellten EDV-Datei auch für betriebseigene Managementprogramme genutzt werden. Diese Datei wird in einem bundesweit einheitlichen Datenformat, dem sogenannten ADIS-ADED Format erstellt. Dadurch können die Daten der Milchleistungsprüfung in die meisten modernen Herdenmanagementprogramme oder andere Software eingelesen und weiter verarbeitet werden. Die Zustellung der Dateien erfolgt über ein Mailboxsystem. Wenn Sie sich für einen dieser Service registrieren möchten, besuchen Sie bitte den Mitgliederbereich unserer Homepage.

Wirtschaftlichkeit

Es gibt genügend Gründe, die Milchleistungsprüfung durchzuführen, vor allem aber um die Wirtschaftlichkeit des Milchviehbetriebes langfristig zu sichern. Durch die regelmäßige Messung der Milchleistung und der Milchinhaltsstoffe kann der Laktationsverlauf für jedes Tier bewertet und jeder eventuell fütterungs- oder krankheitsbedingte Einbruch der Leistung schnell erkannt werden. Die Bestimmung der Zellzahl dient der Überwachung und Erhaltung der Eutergesundheit und damit auch der Sicherung der Milchqualität. Zudem kann aus der Milchmenge und den Milchinhaltstoffen der Nährstoffbedarf der Kühe, sowie die aktuelle Energie- und Eiweißversorgung der Tiere ermittelt werden.

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Für den Landwirt bedeutet die MLP:

  • Erstellung einer wiederkäuergerechten,gesunden Futterration
  • Leistungsbezogener und wirtschaftlicher Kraftfuttereinsatz
  • Möglichkeit des Gesundheitsmonitorings meiner Herde
  • Umweltschonende Fütterung durch Beachtung des Harnstoffgehaltes
  • Ausschöpfung des genetischen Leistungsvermögens
  • Selektion auf Leistung, Fruchtbarkeit, Langlebigkeit und Eutergesundheit
  • Ausmerzung unwirtschaftlicher Tiere
  • Zellzahluntersuchung - Überwachung der Eutergesundheit, Verhinderung von Milchverlust
  • Verbesserung von Milchqualität und Milchauszahlungspreis
  • Unterstützung bei der Vermarktung von Zucht- und Nutzvieh
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Das alles erhalten unsere Mitglieder zu sehr günstigen Kosten.

 

Tiergesundheit/Tierwohl

Neben der Milchleistung ist die Gesundheit der Herde entscheidend für ein erfolgreiches Betriebsergebnis. Gesunde Tiere sind die Basis für eine erfolgreiche und nachhaltige Landwirtschaft und die beste Motivation für die tägliche herausfordernde Arbeit im Stall.Mit der Entwicklung der Milchleistung und der Milchinhaltsstoffe gibt die Kuh dem Betriebsleiter zahlreiche Informationen, die etwas über ihren Fütterungs- und Gesundheitszustand aussagen. Zum Beispiel weisen die Höhe von Fett-, Eiweiß- und Harnstoffgehalt der Milch und das Verhältnis dieser Milchbestandteile zueinander, wenn sie von den Normalwerten abweichen, auf eine Stoffwechselerkrankung oder ein Fütterungsproblem hin.      

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Gleichzeitig hilft die Milchleistungsprüfung Probleme bei der Eutergesundheit rechtzeitig zu erkennen, denn erhöhte Milchzellgehalte deuten gleichzeitig auf eine Eutererkrankung hin. In der Form der subklinischen Mastitis würde sie sonst ohne eine Milchuntersuchung unentdeckt bleiben. Durch die in der Milchleistungsprüfung festgestellten Werte können Fehlentwicklungen rechtzeitig erkannt werden und durch geeignete Gegenmaßnahmen eine Beitrag zur Gesunderhaltung der Kühe geleistet. Dazu hat der LKV Schleswig-Holstein als erster LKV in Deutschland einen speziellen Eutergesundheitsbericht entwickelt, der monatlich einen zuverlässigen Überblick ermöglicht.

„Nur die gesunde Kuh gibt lange, viel und qualitativ hochwertige Milch“

Für ein weiterführendes Management oder aber um Arbeitsabläufe noch besser zu optimieren können zusätzlich zu den MLP Ergebnissen auch weitere Datenquellen (z.B. Diagnose- und Befunddaten, Klauenpflege, Schlachthof) in die Auswertungen eingebunden werden. Hierfür bietet der LKV das kostenfreie Gesundheitsmonitoringprogramm KuhVital an. Weitere Informationen zu KuhVital finden sie hier.

 

                

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Zuchtwertschätzung beim Rind

Die Milchleistung sowie die Fruchtbarkeitsdaten sind zudem die Basis für die Zuchtwertschätzung und damit für die Selektion und Vererbungssicherheit der Zuchttiere. Dank des hohen Anteils an Kühen in der Milchleistungsprüfung steht für jeden Zuchtbullen eine Vielzahl von Töchter-Informationen für die Zuchtwertschätzung zur Verfügung. Nur so können die hohen Genauigkeiten bei geprüften Bullen erreicht werden. Zur Sicherstellung einer vollständigen und überregionalen Vergleichbarkeit der Zuchtwerte von Bullen und Kühen erfolgt eine gemeinsame, bundesweite Zuchtwertschätzung. Diese wird beim VIT gemeinsam für die Rassen Schwarzbunt, Rotbunt, Rotvieh/Angler, Jersey und Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind (DSN) auf der Grundlage von anonymisierten MLP Ergebnissen durchgeführt. Die errechneten Einzelzuchtwerte geben Auskunft über die Vererbungsleistung der Bullen. Der Gesamtzuchtwert (RZG) eines Bullen beinhaltet eine Zusammenfassung von Einzelzuchtwerte und ist ökonomisch unter durchschnittlichen Produktionsbedingungen optimiert (45% Leistung, 40% Gesundheit, 15% Exterieur). Auch werden verschiedene Indizes für bestimmte Merkmalskomplexe ausgewiesen:

Zuchtwertschätzung Milchleistung:
Relativ-Zuchtwerte (RZM) berechnet aus Milch-kg, Fett-%, Fett-kg, Eiweiß-%, Eiweiß-kg.
Zuchtwertschätzung Exterieur:
Relativ-Zuchtwerte (RZE) berechnet aus Typ, Körper, Fundament, Euter.
Zuchtwertschätzung Sekundärmerkmale:
Relativ-Zuchtwerte berechnet für Zellzahl (RZS), Nutzungsdauer (RZN) und Zuchtleistung (RZZ) aber auch für Fitnessmerkmale (RZFit).

Aber auch die genomische Zuchtwertschätzung kommt nicht ohne eine umfassende Leistungsprüfung für die Kalibrierung aus. Denn zur Erstellung der Schätzformeln benötigt sie zusätzlich zu den genomischen Daten aus dem Gewebe auch die Zuchtwerte von Nachkommen geprüften Besamungsbullen bzw. die Produktionsdaten der Kühe.

 

 

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